Schnarchen kann auch krank machen
Wenn im Schlaf die Zunge und der Unterkiefer zurück fallen, werden die Atemwege verengt – so entsteht das „sägende“ Geräusch, das schon manchen um den Schlaf gebracht hat. Der Schnarcher selbst merkt aber nichts davon und schläft meistens wunderbar.
Bei der gefährlicheren Variante des Schnarchens sind die Atemwege so beengt, dass es zu zeitweiligen Atemstillständen kommt. Dieses Krankheitsbild nennt man Schlafapnoe.
Die kleinen Erstickungsanfälle lassen das Herz rasen, um die verbleibende Sauerstoffmenge im Körper zu verteilen. Das Gehirn schüttet daraufhin das Stresshormon Adrenalin aus, damit der Schlafende einatmet. Also schnappt er nach Luft, auch ohne überhaupt wach zu werden.
Je öfter das geschieht, umso gefährlicher sind die Folgen – denn der Schlaf, der ja entspannen soll, wird zum Stress. So nicken viele tagsüber ein, auch am Steuer. Zudem entsteht durch den Sauerstoffmangel Arteriosklerose, die u.a. das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko erhöht.
